Überwindung der Beschränkungen...
- ....des XCP-Protokolls durch das XCP-Gateway
- Das XCP Gateway ist ein Kommunikationsbaustein, der eine flexible Anwendung des XCP Datenprotokolls ermöglicht. Die typische Anwendung des XCP Gateways ist die Steuerung des Datenverkehrs zwischen verschiedenen Teilnehmern, die ihrerseits Funktionssteuergeräte (XCP Master oder Slave) in einem Kraftfahrzeug oder einer anderen Maschine oder Anlage sind.
- Das XCP Gateway verfügt über Datenports zum Anschluss der weiteren Funktionssteuergeräte (XCP Master oder Slaves), sowie über interne Rechen- und Speicherkapazität. Das XCP Gateway kann als Einzelgerät ausgeführt sein, oder als Komponente innerhalb eines anderen Gerätes, mit dem es dann das Gehäuse und evtl. auch andere Ressourcen teilt.
- Das XCP Protokoll basiert auf einem Master-Slave Konzept, in dem ein Master-Steuergerät die Kommunikation zu einem Slave-Steuergerät aufnimmt und konfiguriert (in definierter Weise Daten sendet oder anfordert). Dabei werden stets Punkt-zu-Punkt Verbindungen gebildet, bei denen immer ein XCP Master-Steuergerät mit einem XCP Slave-Steuergerät kommuniziert. Andere Datentransfers, z.B. zwischen mehr als zwei Steuergeräten, oder zwischen gleichartigen Steuergeräten (Slave-Slave, Master-Master) oder Kombinationen wie (Slave-Slave-Master) sind im XCP Protokoll nicht vorgesehen.
- Solche Datentransfers, die über die beschriebene Master-Slave Verbindung hinausgehen, werden jedoch in Systemen, die etliche Steuergeräte enthalten (Beispiel: PKW) zunehmend benötigt.
- Da das XCP Protokoll festgeschrieben ist, erfolgt die Erweiterung der Funktionalität, also die Aufhebung der unter aufgeführten Beschränkungen, nicht durch eine Änderung des XCP Protokolls, sondern durch das XCP Gateway.
- Unter Nutzung seiner internen Rechen- und Speichermöglichkeiten stellt das XCP-Gateway Verbindungen und Datentransfers zwischen n Mastern und n Slaves her (n ist eine beliebige ganze Zahl). Das XCP Protokoll wird dabei immer eingehalten. Aus Sicht des XCP Protokolls findet stets die (als einzige Möglichkeit vorgesehene) Punkt-zu-Punkt Kommunikation zwischen einem Master und einem Slave statt, diese wird unter Einhaltung des XCP Protokolls durch das XCP Gateway simuliert. Tatsächlich werden die übersandten Nachrichten aber so umgestellt (geteilt oder miteinander kombiniert), dass Datentransfers innerhalb beliebiger Kombinationen aus n Mastern und n Slaves möglich werden.
- An Datenports sind im XCP Gateway vorhanden:
- A) Ein Parametrierport über den die Funktionen des XCP Gateways programmiert werden
- B) 2 oder mehr Geräteports (es kann sich dabei um logische Ports handeln, die dann hardware-seitig in einem einzigen Anschluss realisiert sind). Die maximale Anzahl der Ports kann "n" betragen, n ist typischerweise 4, 8, 16, 32 Ports. Abweichende und größere Anzahlen sind möglich.
- Das XCP Gateway ermöglicht eine erweiterte und flexiblere Anwendung des XCP Datenprotokolls durch die zusätzlichen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Master / Slave Teilnehmern.
